Unser Clubacker
"Landwirtschaft wie damals"
Seit einigen Jahren dürfen wir eine kleine Ackerfläche, an der K48 Richtung Hohnhorst, neben dem Gelände des Schützenvereins, bewirtschaften. Die Fläche ist rund 0,2 ha groß und wird uns freundlicherweise von der Gemeinde Hohnhorst kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf dem Acker bauen wir abwechselnd Getreidesorten, Sonnenblumen und auch Kartoffeln an. Um auch stets den Wildtieren und nicht zuletzt den Insekten Nahrung und Unterschlupf zu bieten, säen wir zusätzlich in jedem Jahr Wildblumen aus. Somit erfreuen sich die Insekten nicht nur an den nektarreichen Disteln, sondern auch die Nachbarchschaft an den schönen Sonnenblumen. Beobachtet man für einen längeren Zeitraum aus einer gewissen Distanz den Acker sieht man viele verschiedene Tiere, die im hohen Dickicht Schutz, Pause und Erholung suchen bevor es mit dem tierischen Kreislauf weitergeht.
Unser Clubacker im Hochsommer.
Links befindet sich die Gerste, die kurz vor der Ernte steht, rechts daneben sieht man die Blätter der Kartoffelpflanzen. Die Sonnenblumen blühen am Wegesrand.
Gemeinsame Feldarbeit nach der Ernte
Nach der Ernte wird das Stück von uns gepflügt. Das krumentiefe Wenden lockert die Erde und durchlüftet den Oberboden. Die aufgelaufenen Körner des alten Geteides sowie das Unkraut werden untergearbeitet. Das Verfahren führt zu einer biologischen Unkraut- und evtl. Schädlingsregulierung und schützt die neuen Pflanzen beim Wachstum vor Konkurrenz.
Im Bild erledigt ein McCormick D 217 mit einem Einschar-Wendepflug diese Aufgabe.
Anschließend wird das Saatbeet mit einem Grubber bearbeitet. Die oberste Erdschicht wird gelockert und krümeliger. Der Boden wird für die optimale Saatausbringung vorbereitet.
Zuletzt erfolgt die Saatgutausbringung mit einer mechanisch arbeitenden Sämaschine. Hier handelt es sich um eine Amazone vor dem ein Fendt Farmer als Zugfahrzeug gespannt wurde.
Die Schleppschare, über die das Saatgut vom Saatkasten zur Erde gelangt und die Samen in den Boden setzen, müssen ständig auf Verstopfung geprüft werden. In den kleinen Furchen wird das Korn abgelegt und durch den nachlaufenden Striegel mit Erde verschlossen. Hier zeigt sich ob die Erde fein genug ist um eine optimale Ausbringung zu ermöglichen.
Im Laufe des Monats Mai, einige Wochen nach der Aussat des Getreides, werden die Kartoffeln gepflanzt. Dabei reißt der Trecker die oberste Erdschicht auf und bildet einen kleinen Damm in dem die Kartoffelsetzlinge gelegt werden. Anschließend wird der Damm aufgehäufelt, sodass die Kartoffeln, gut vor Sonnenlicht geschützt, wachsen und ihre Wurzelknollen bilden können.
Das Kartoffelplanzen erfolgt mit einer halbautomatischen Maschine die zwischen den Achsen des Geräteträgers angebaut wird. Durch die Wegzapfwelle erfolgt die Ablage der Kartoffeln in den Damm. Vorher müssen aber 2 Helfer die Kartoffeln aus der Kiste nehmen und auf die Drehteller legen. Hierbei ist Geschicklichkeit und Schnelligkeit bei den beiden Helfern gefragt.
Eine Momentaufnahme vom Clubacker einige Tagen nach dem Säen. Wie man sieht, ist das Getreide sehr gut aufgelaufen. Trotz der alten Technik wurden die Saatkörner ziemlich gut von der Sämaschine abgelegt. Bisher ist noch kein Unkraut zwischen den Reihen zu erkennen. Ein voller Erfolg!
Die fertigen Kartoffeldämme.
Jetzt können die Knollen bis in den September wachsen. Zwischendurch werden wir aber per Hand gegen den Ackerschachtelhalm vorgehen und die Dämme erneut aufhäufeln.